"Was sollen wir denn noch tun?"

Essstörungen ziehen ihre Kreise. Menschen, die im Umfeld von essgestörten Menschen leben, können sich der Auswirkung der Problematik normalerweise nicht entziehen.
Die Betroffenen werden zunehmend verschlossener und reizbarer, sie ziehen sich mehr und mehr zurück, es wird immer schwieriger, ein konstruktives Gespräch zu führen, oft belasten Heimlichkeit und störungsbedingte Unaufrichtigkeit das Vertrauensverhältnis. All das verändert die Beziehungen und die Atmosphäre in der Familie.

Nicht selten dreht sich alles nur noch um das Thema Essstörung.
Diese Veränderungen kosten Kraft und dämpfen auf Dauer die Lebensfreude aller Beteiligten.

Natürlich versuchen Eltern oder Lebensgefährten zu helfen, indem sie sich mit der Auswahl der Nahrungsmittel, bei den gemeinsamen Mahlzeiten oder bei Essenseinladungen auf die Bedürfnisse der essgestörten Familienmitglieder einstellen. Doch helfen Sie damit wirklich? Oder unterstützen Sie, ohne es zu wollen, vielleicht sogar das essgestörte Verhalten?

Angehörige probieren die unterschiedlichsten Strategien aus, um mit der Essstörung besser klar zu kommen. Verdrängen, verharmlosen, kontrollieren, Druck machen, sich abfinden, Lösungen anbieten --- doch nichts greift wirklich. Die Essstörung entzieht sich meist den familiären Hilfsversuchen und verselbständigt sich. Für die meisten Familien ist es ein Überforderung, ohne fremde Hilfe mit der Essstörung klarkommen zu wollen.

Deshalb sollten Sie sich entlasten und Hilfe suchen. In einer Einzelberatung bei Durch Dick und Dünn oder in der Angehörigengruppe erfahren Sie, wie sie mit den Betroffenen kommunizieren können, was sie sinnvollerweise sagen und was sie nicht sagen sollten, ob und wenn ja, wie Sie sich in das Essverhalten einmischen sollten, was Sie akzeptieren müssen und wo Sie Grenzen setzen sollten, wann sie nicht länger zuschauen dürfen sondern ärztliche oder klinische Hilfe hinzuziehen müssen. Sie erfahren womit die Essstörung zusammenhängt, welche Rolle Sie selbst dabei vielleicht spielen, wie Sie dazu beitragen, die Essstörung zu erhalten und wie Sie das ändern können.